Fresenius stellt auf Routenzüge um aus Helge Nyberg AB und unserem partner Toyota Material Handling

Als Marktführer für Dialysegeräte setzt Fresenius Medical Care weltweit Maßstäbe. Auch bei der Effizienz der Fertigung liegt die Messlatte hoch. Hier orientiert sich das Unternehmen an der Lean Management Philosophie großer Autobauer. Deshalb wird die werksinterne Materialversorgung auf Routenzugsysteme von Helge Nyberg AB und unserem Partner Toyota Material Handling umgestellt. Zurzeit laufen im Stammwerk in Schweinfurt jährlich rund 50.000 Dialysemaschinen vom Band.

Ein spezielles Plattformtaxi mit welchem beidseitig boxen transportiert werden können.
Frank Schölch, Volker Dumor och Martin Müller
Jeder Taxiwagen bietet Platz für entweder einen Europaletten- oder zwei Halbpaletten- Bodenroller.

Den innerbetrieblichen Materialfluss organisiert Frank Schölch als Director Logistics and Warehouse:
– Die Aufgaben sind vielfältig. Sie reichen von der Einlagerung der Zulieferteile über Jährig der Montagelinien bis zur überführung der fertigen Maschinen in die Test- und Simulationszone. Im Versand werden die Dialysegeräte und Ersatzteile dann verpackt und auf ihren weiteren Weg gebracht. Pro Woche verzeichnen wir rund 3.000 Wareneingänge und über 1.500 interne Transportfahrten, so Schölch.

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" – Für eine effiziente Versorgung der Hauptproduktionslinien brachen wir das richtige Routenzugsystem.
Frank Schölch, Director Logistics and Warehouse, Fresenius

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Die staplerlose Fabrik
Seit 1979 fertigt Fresenius in Schweinfurt Dialysegeräte. Seither hat sich die Produktionsfläche mehr als vervierfacht. Die rasante Entwicklung spiegelt sich auch in den Lager- und Produktionshallen wider. 
Fresenius strebt eine weitere Erhöhung der Produktionskapazitäten an, denn die Zahl der Dialyse-Patienten wird laut Schölch in den kommenden Jahren weltweit um 5 bis 7 Prozent steigen: 
– Um den Markt entsprechend bedienen zu können, müssen unsere Kapazitäten anwachsen.
Bis 2020 sollen jährlich rund 30.000 Geräte mehr vom Band laufen. Produktion und Logistik müssen dazu noch effizienter gestaltet werden. 
– Wir streben die Organisation unserer Abläufe nach dem ”Milkrun-Prinzip” an, so der zuständige Logistikplaner von Fresenius, Martin Müller. 
– Für eine effiziente Versorgung der Hauptproduktionslinien brauchen wir das richtige Routenzugsystem. Zwei Aspekte standen dabei im Vordergrund: die idealen Transportrouten und die Technik, die zum Einsatz kommen soll. 
– Das Werklayout gibt die Route vor, um alle Bedarfspunkte kontinuierlich zu versorgen, so Schölch. Martin Müller ergänzt: 
– Besonders wichtig ist uns die Spurtreue der Routenzügen, da wir uns auf sehr engem Raum bewegen.
Fresenius entschied sich für Fahrzeuge des langjährigen Partners und Toyota-Vertragshändlers Löffler Gabelstapler.
Seit August 2014 erfolgt nun die Versorgung des Versands über einen Schlepper mit Taxiwagen. 
– Wir sollten per Routenzug die Belieferung der Kommissionierzone im Versand sicherstellen, so Volker Dumor, Niederlassungsleiter der Firma Löffler. 

Flexible und spurtreue Routenzuglösung
Bis zu vier Taxiwagen mit einer maximalen Nutzlast von je 600 kg können zu einem Zug gekoppelt werden. 
– Dank 4-Rad-Steuerung erreicht das Anhängersystem Spurtreue. Wir kommen mit Arbeitsgangbreiten von 2 m aus. 90-Grad-Kurven sind kein Problem, so Dumor. 
Der Schlepper zieht zurzeit drei Taxiwagen. Zwei davon nehmen Bodenroller in Europalettengröße auf. Für die Kleinladungsträger ist ein spezielles Plattformtaxi, mit welchem beidseitig ESD-Bodenroller mit Transportboxen transportiert werden können. 
– Hier sind wir auf spezielle ESD-Anforderungen eingegangen, so Dumor.
Die Taxiwagen wurden mit spurfreien  ESD Rädern ausgestattet.

Sicherheit im Fokus
Zudem war Martin Müller die Verbindung zwischen Schlepper und Taxiwagen wichtig.
– Die Lösung ist rein elektronisch. Hierdurch können wir Verschmutzungen durch Leckagen ausschließen, denn die Hygiene spielt bei uns eine wesentliche Rolle. 
Ein weiteres sensibles Thema ist die Sicherheit. Die Firma Löffler hat den Routenzug mit einem Fahrer-Assistenz-System (FAS) ausgestattet, Fahrer und Umfeld rechtzeitig warnt und den Routenzug automatisch abbremst, sollten Mitarbeiter den Weg kreuzen.
In den kommenden Monaten will Frank Schölch die Belieferung der Hauptproduktionslinien nehmen. Von der Wahl des richtigen Routenzugs ist er heute schon überzeugt.
– Wir sind jetzt in der Lage, verschiedene Materialien zusammen zu transportieren, haben Leerfahrten minimiert und sind im Vergleich zum Transport mit Staplern deutlich schneller und sicherer unterwegs. Die Firma Löffler hat uns nicht zu viel versprochen.